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Veröffentlichte Bücher: "Life on the Line - The heroic story of Vicki Moore" von Matilda Mench und "Rettet den Gnadenhof" von D.L.M. Mench, sowie Gute-Nachtgeschichten für Kinder usw.

Sonntag, 14. August 2016

Zum Thema Patientenverfügungen



Seit ein paar Tagen bin ich so richtig sauer! Ich habe seit einem Jahr eine Patientenverfügung. Außerdem habe ich alles so ordentlich aufgeschrieben und abgelegt, dass alle Dokumente schnell auffindbar sind. Das hat mich zwei volle Tage meines Lebens gekostet!

Danach kam eine unendliche Erleichterung, weil ich es jahrelang vor mir hergeschoben hatte. Gleichzeitig hatte ich ein schlechtes Gewissen denjenigen über, die sich im Falle einer lebensbedrohlichen Krankheit oder eines schweren Unfalls (oder auch nach meinem Tod) mit meinen Angelegenheiten auseinandersetzen müssten. Jedem, der es hören wollte, riet ich, es mir gleichzutun.

Und nun urteilt der Bundesgerichtshof so einfach, dass Patientenverfügungen und -vollmachten „konkret“ sein müssen (Az: XII ZB 61/16 vom. 09.08.2016). 

Ich empfinde das als eine unglaubliche Anmaßung! Das bedeutet doch, dass man alle leicht und schwer vorstellbaren Eventualitäten in Betracht ziehen muss. Sollen wir jetzt alle Medizin studieren, um in der Lage zu sein, alle möglichen Krankheitsfälle und deren verschiedenste Behandlungsmethoden korrekt benennen und aufführen zu können? Ich bin mir sicher: Selbst wenn ich mich zwei Stunden mit meinem Hausarzt hinsetze und alles bespreche, ist noch nicht alles abgedeckt (und welcher Hausarzt steht mir schon ausführlich für derartige Fragen zur Verfügung?).

Aufgrund von einfachen Formfehlern müssen nun viele Menschen still vor sich hin leiden. Sie befinden sich offensichtlich in einer Situation, in der sie nicht mehr artikulieren können, was sie empfinden und was sie möchten. 

Wozu brauchen wir dann überhaupt noch Patientenvollmachten und -verfügungen, wenn sich dann doch keiner dran halten muss? Wozu sich die ganze Arbeit machen? 

Das Urteil hat doch eher einen abschreckenden Charakter. Ich würde gerne einmal einen Blick in die Patientenverfügungen und -vollmachten der Richter des BGH werfen. Sind die niet- und nagelfest und allumfassend? 

Sonntag, 26. Juni 2016

Umzug der Heilarmee in Southport


Sollte das Wahlrecht von der Lebenserwartung abhängig sein?


Am 23.06.2016 stimmten die Briten über einen Austritt aus der Europäischen Union („Brexit“) ab. Der Morgen danach brachte statt der erwarteten Klarheit Katerstimmung. Nach dem Motto „Be careful what you wish for“ wurde vielen klar, dass sie mit den Konsequenzen lieber doch nicht leben möchten.

Dabei war dieses Ergebnis absehbar. Im Verlauf meiner langen Zeit in Nordwestengland bekam ich den massiven Hass auf die EU mit. Derart unter der Gürtellinie waren die Beschimpfungen, dass ich stillschweigend hoffte, man möge das Vereinigte Königreich aus der EU werfen. Dann wäre endlich Ruhe im Karton bzw. auf der Insel.

Nun sind die Briten freiwillig gegangen und alles ist gut, oder? Was sich allerdings als Reaktion seitens der jüngeren Wähler, die für einen Verbleib in der Union gestimmt hatten, abzeichnet, finde ich äußerst bedrohlich. Sie werfen den älteren Mitbürgern tatsächlich vor, dass sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und für den Austritt gestimmt haben. Die Begründung, die man immer wieder hört: Die Alten hätten ja eh nicht mehr so lange zu leben und müssten die Konsequenzen des Brexit nicht selbst ausbaden. Wie konnten sie bloß derart verantwortungslos abstimmen?

Sollte man das Wahlrecht folglich von der Lebenserwartung eines Menschen abhängig machen? Das bedeutet, dass vor allem bei Entscheidungen, die die langfristige Zukunft der Bürger betreffen, die Alten nicht mit abstimmen dürfen. Ihre Zukunft ist ohnehin klar: Sie vegetieren im Altenheim vor sich hin und kriegen von der Außenwelt nichts mehr mit. Wozu brauchen sie noch Demokratie?

Wie hoch sollte demnach die verbleibende Lebenserwartung sein, damit man seine demokratischen Grundrechte wahrnehmen darf? Fünfzehn Jahre? Zehn Jahre? Fünf Jahre?

Die Petition für eine erneute Abstimmung war zu erwarten. Meine britischen Bekannten sind alle schockiert vom Ergebnis. „Ich bin ein Europäer“ stand in deutscher Sprache in der Betreffzeile einer E-Mail, die mich kürzlich erreichte.

Werden die älteren Wähler sich im Fall einer zweiten Abstimmung noch trauen, ins Wahllokal zu gehen? Was, wenn es wieder eine Entscheidung für den Brexit geben sollte? Wird dann nach einer Wiederholung der Wiederholung des Referendums gerufen, nach dem Motto: Wir stimmen so oft ab, bis ihr alle „richtig“ gestimmt habt?

Dienstag, 24. Mai 2016

Gedanken zum "Hörertag" auf WDR5

Heute ist „Hörertag“ auf WDR5. Ich mache mir allerdings keinerlei Hoffnung darauf, bei der kostenlosen telefonischen Hotline tatsächlich durchzukommen.

Mit spontanen Antworten ist mir ohnehin nicht gedient. Die sollen lieber sammeln und aus den Hörermeinungen ein Konzept erarbeiten. Schließlich finanzieren wir Hörer das Programm  mit und haben somit Ansprüche erworben, oder? 



Was ist gut:

Die Features und Programme wie „Tiefenblick“ und häufig die „Redezeit“.


Was geht mir auf die Nerven:

Das „Morgenecho“ ist viel zu lang. Um die Sendezeit auszufüllen, wird wiederholt und wiederholt und wiederholt ... Und dann am Ende wird noch eine Art „Best of“ produziert, das natürlich auch auf Wiederholungen basiert. Gähn.

Mich nervt, dass immer häufiger Journalisten Journalisten interviewen. Gibt es keine anderen Gesprächspartner mehr? Ist der Recherche-Aufwand zu groß für ein Interview mit Direktbeteiligten?

Warum müssen auch noch die Wetterleute interviewt werden? Der Wetterbericht wird in den Nachrichten vorgelesen und das reicht auch. Was soll der Befragte noch groß beisteuern?


Was mich gewaltig nervt: 

E-Books werden in den Kinderprogrammen von WDR5 nicht vorgestellt. Angeblich fehlt ihnen das Lektorat. Vielleicht sollten die Macher etwas mit der Zeit gehen und auch Indie-Autoren eine Chance geben? Den Kindern kommt es auf gute Unterhaltung an, egal, ob sie von einem Verlag abgesegnet ist oder nicht.

Was ist komisch:

Nicht nur die Comedy-Programme am Wochenende, sondern auch die Tatsache, dass heute im Morgenecho" Moderatorin Ulrike Römer Frauke Petry von der AFD als „Alphatier“ bezeichnete. Sind die Parteimitglieder dann also Herdentiere, die blind hinterher- bzw. mitlaufen? Das hatten wir doch früher schon einmal und wollen wir nicht wieder. Und schon haben wir ein Thema, über das prima im „Tagesgespräch“ diskutiert werden könnte. 


Und wenn wir schon bei Medienschelte sind, muss ich auch noch das loswerden:

Ganz schlimm finde ich den Trend, dass immer mehr Dokumentarfilme gemacht werden, bei denen es mehr um die Journalisten selbst, als um den Inhalt geht. Immer mehr Kameraeinstellungen zeigen die Macher beim Autofahren oder sonstigen für die Doku nicht relevanten Tätigkeiten. Moderiert wird immer in der ersten Person. Oft sind diese Ego-Tripps Selbstversuche, die überaus künstlich wirken und für die sich vor allem junge Journalisten anbieten. Ich mag das nicht mehr sehen und auch das teilweise rudimentäre Englisch nicht mehr hören. Erst gestern lief im WDR-Fernsehen wieder so ein Aufreger: Junge Reporterin fährt für den Beitrag „Rettung auf der Todesroute“ auf Flüchtlingsschiff mit. Das hätte interessant sein können, wenn die Kamera nicht ständig auf ihr Gesicht gehalten worden wäre, um ihre Emotionen einzufangen. Wieso muss ich sie morgens beim Aufwachen sehen? Ich hätte lieber mehr von den Geretteten erfahren. 

So, nun habe ich mir richtig Mühe gemacht, um meine kleine Medienwelt zu verbessern. Dabei weiß ich ganz genau, dass sich nicht viel und schon gar nicht spontan ändern wird. Einfach aus Gewohnheit werde ich wohl weiter das "Morgenecho" anhören und mich ärgern ...


Donnerstag, 5. Mai 2016

Frühsommer

Sommerfreude




Frühsommer 










Alle raus in die Natur! 
Dort wartet Lebensfreude pur.
Die Luft duftet nach Liebe, 
nicht nur die Bäume haben Triebe…

Gegrillt wird heut' vegan,

Wir fangen was ganz Neues an.
Woher kommt nur diese Energie?
So kenn' ich mich sonst nie.

Die Fenster putzen, die Gardinen waschen
und zwischendurch was Süßes naschen.
Kühe gucken auf der Weide
oder Schafe in der Heide.

Kann nicht immer Sommer sein?
Das Wetter ist sonst so gemein.
Mal kalt, mal nass.
Da kriegt man einen großen Hass.

Herbst und Winter sind grau in grau
Die Stimmungslage ist dann eher mau.
Wir starten eine Petition für Dauersonnenschein,
da tragen sich ganz viele ein.

Montag, 25. April 2016

In gleitzeit Durch Die nacht


In gleitzeit Durch Die nacht


Der mond Ist Heut' Quadratisch
Das Macht Ihn Richtig Statisch
er Kennt Jetzt Kein pardon
wir Kriechen Schnell Vor Ihm Davon
Beim Stolpern Durch Die galaxie
Verstauch' ich Mir Mein Drittes knie

Die sonne Ist Oval
das Macht Sie Sowas Von Banal
wir Könnten Auch Zum mars
Doch ich Fress Kein Rotes gras
Dort Suchen NPD Und AFD asyl
Das Ist Ein Richtiges gewühl

wir Flüchten Weiter
Hängen Uns An Eine Lila sternenleiter
wir Lieben Unseren Bunten reisesarg
Doch Die Neue freiheit Quält Uns Arg
Erst Noch Eine Ausgedehnte pause
Denn wir Sind Fast Zuhause


(Gedicht zum DADA-Jubiläum im Februar 2016)

Dienstag, 19. April 2016

BEFRISTET - Eine Erzählung aus Deutschland

Mein Buch kaufen



BEFRISTET



Eine Erzählung aus Deutschland







Frühling 2014. Ein Wadenkrampf katapultiert mich aus dem nicht enden wollenden Albtraum. Das Bettzeug ist nass geschwitzt und die Haare kleben an meinem Kopf. Ich habe geträumt, ich sei Angela Merkel.

Was passiert, wenn man nach langer Zeit im Ausland wieder nach Deutschland zurückkehrt? Die Erzählung beschreibt – nicht immer bierernst - meine Versuche, mich in mein Heimatland zu integrieren.

Mit ca. 70 Seiten auf dem E-Reader wird niemand zeitlich überfordert. Und mit dem Preis für den Download auch nicht. 

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis:

  1. Mein Deutschland
  2. Befristet durch den Sommer
  3. Immobilien und andere Investitionen
  4. Datenpflege
  5. Papierberge
  6. Sind Akademiker nettere Menschen?
  7. Bauchgefühl
  8. Besoffene Ameisen
  9. Impressum und Disclaimer



Mir hat es Spaß gemacht. Ich wünsche meinen Lesern ebenso gute Unterhaltung.




Sonntag, 20. März 2016

Wir schaffen das!

Gelassenheit am Niederrhein




Wir schaffen das!






Wir schaffen das,
denn wir bekommen was.
Die Menschen fliehen um ihr Leben,
wir dürfen ihnen Heimat geben.

Die bewegen was.
Wir entkommen dem Gefühlsengpass.
Ihr Dank hat es geschafft,
wir schöpfen neue Lebenskraft.

Wir geben was.
Das wirkt wie Schulderlass.
Zu lange mussten wir vermeiden,
uns stolz auf unser Land zu zeigen.


Die bringen was.
Es wird ein Riesenspaß.
Kultur und neue Kochgerüche
als Reaktion auf dumme Sprüche.


Wir lernen was.
Gestern war noch Fremdenhass.
Heute schafft Helfen Herzensfreude,
da wackelt schnell das Angstgebäude.

(geschrieben im Sommer 2015 aus Freude über die gute Stimmung im Land)